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Fragen an Friedemann Pannen, Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück Stadt und Land

Friedemann Pannen, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück Stadt und Land ist seit 10 Jahren im Amt. Im Interview erinnert er sich an mutige Projekte und Ideen.

Lieber Herr Pannen, hätten Sie 2016 schon gedacht, dass Sie mindestens zehn Jahre Lust haben werden, die DIOS zu entwickeln?

"Mit der DIOS haben wir eine Holding gegründet. Diese ist ein Dach für die vielen Tochter- und Enkelgesellschaften. Dass es lange dauert zusammenzuwachsen und Prozesse gemeinsam zu gestalten, war mir bei der Gründung schon bewusst. Ja, und ich habe auch nach 10 Jahren noch große Lust, die DIOS weiterzuentwickeln, denn wir wollen ja nicht stehen bleiben."

Was war Ihre schrägste Idee, die dann trotzdem in die Umsetzung fand?

"So viel Schräges haben wir nicht gemacht. Allerdings war unser Conceptstore edelKreis schon ein mutiges Projekt. Da waren im Vorfeld viele innerhalb und außerhalb der DIOS skeptisch, ob es gelingen kann, mit Ehrenamtlichen einen solchen Laden zu betreiben. Tatsächlich ist edelKreis aber ein Erfolgsmodell, worauf ich auch ein wenig stolz bin."

Gibt es etwas, was Sie gerne sich und allen Kolleg*innen erspart hätten?

"Die Corona-Pandemie hätte ich uns allen gerne erspart, das ist doch klar. Aber diese Krise, die unsere Einrichtungen alle sehr getroffen hat, haben wir als großer Verbund viel besser meistern können, als wenn jede Einrichtung das für sich hätte bewältigen müssen. Von daher war ich dankbar dafür, dass wir schon ein gutes Stück zusammengewachsen waren, als Corona uns alle heimsuchte."

Schauen Sie weit nach vorne: Welche Unterstützung und Begleitung wird die DIOS den Menschen an ihrem 100. Geburtstag bieten?

"Ich gehe davon aus, dass die Bedarfe der Menschen in Zukunft ähnlich bleiben werden. Menschen brauchen Zuwendung, Pflege, Hilfe bei der Erziehung, Beratung, Betreuung und Unterstützung bei den vielfältigen Herausforderungen des alltäglichen Lebens. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten diese Hilfe mit viel mehr digitaler Unterstützung und mit viel mehr Menschen aus anderen Ländern erbringen werden. Dafür stellen wir in der DIOS heute schon die Weichen."

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